Das Chance-Risiko-Verhältnis vergleicht, wie viel du bei einem Trade verlieren kannst, mit dem, was du gewinnen kannst. Ein Verhältnis von 1:2 bedeutet, dass das Ziel doppelt so weit entfernt liegt wie der Stop. Dieser Rechner ermittelt das Verhältnis aus deinen Kursen und — noch nützlicher — die Mindest-Trefferquote, die es verlangt.
Die Abstände werden im rohen Kurs gemessen, das funktioniert also auf jedem Paar, auf Gold und auf Indizes, ohne dass die Pip-Größe bekannt sein muss. Die Richtung ergibt sich daraus, wo Stop und Ziel relativ zum Einstieg liegen.
Wie Verhältnis und Break-even funktionieren
Das Verhältnis ist schlicht der Vergleich der beiden Abstände:
CRV = (Ziel − Einstieg) / (Einstieg − Stop) und Break-even-Trefferquote = 1 / (1 + CRV)
Bei 1:2 musst du nur einen Trade von dreien gewinnen, um den Break-even zu erreichen, denn jeder Gewinner bezahlt zwei Verlierer. Bei 1:1 brauchst du 50 %; bei 1:3 nur 25 %. Je höher dein Gewinn-Vielfaches, desto mehr Verluste kann deine Strategie verkraften und trotzdem vorn liegen — genau der Zielkonflikt, den Trefferquote gegen Chance-Risiko behandelt.
Warum die Break-even-Trefferquote die eigentliche Zahl ist
Trader kreisen um die Trefferquote für sich allein, aber sie ist ohne das Verhältnis daneben bedeutungslos. Eine Trefferquote von 40 % ist bei 1:1 eine Verluststrategie und bei 1:2 eine deutlich profitable. Der Break-even-Wert nennt dir die Bestehensgrenze: Deine tatsächliche Trefferquote in einem Backtest muss sie überspringen, und zwar mit Luft nach oben, bevor der Edge echt ist. Das ist die Grundlage des Erwartungswerts.
Ein hohes Verhältnis gibt es nicht umsonst: Ziele weiter hinauszuschieben senkt die Trefferquote, weil der Kurs mehr Gelegenheit hat, vorher zu drehen. Das Ziel ist nicht das größtmögliche CRV — es ist das Verhältnis, das deine Strategie tatsächlich erreicht, und zwar oft genug, um über ihrer Break-even-Linie zu bleiben.
Teste das Verhältnis gegen die Wirklichkeit
Der Rechner sagt dir, welche Trefferquote du brauchst; nur ein Backtest sagt dir, welche du bekommst. Lass dein Setup über eine echte Stichprobe im Simulator laufen und vergleich deine gemessene Trefferquote mit dem Break-even-Wert hier — übersteigt sie ihn über verschiedene Bedingungen hinweg bequem, hast du etwas gefunden, das es zu handeln lohnt.
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FAQ zum Chance-Risiko-Rechner
Was ist ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis im Forex?
Die meisten dauerhaft profitablen Strategien liegen zwischen 1:1,5 und 1:3. Ein Verhältnis von 1:2 ist ein häufiger Idealpunkt, weil es für den Break-even nur eine Trefferquote von 33 % verlangt — erreichbar und zugleich mit realistischem Spielraum, damit der Kurs das Ziel erreicht, bevor er dreht.
Welche Trefferquote brauche ich bei einem CRV von 1:2?
Du musst bei 1:2 etwas mehr als 33 % der Trades gewinnen, um den Break-even zu erreichen, alles darüber ist Gewinn. Bei 1:1 brauchst du 50 %, bei 1:3 nur 25 %, und bei 1:0,5 wären es 67 %. Je höher das Vielfache auf der Gewinnseite, desto niedriger darf deine Trefferquote sein.
Wie berechnet man das Chance-Risiko-Verhältnis aus Kursen?
Teil den Abstand vom Einstieg zum Ziel durch den Abstand vom Einstieg zum Stop. Liegt der Einstieg bei 1,1000, der Stop bei 1,0970 (30 entfernt) und das Ziel bei 1,1060 (60 entfernt), ist das Verhältnis 60/30 = 1:2. Weil in rohen Kursabständen gemessen wird, funktioniert es auf jedem Instrument.